Letze Woche Mittwoch haben wir in unserem Büro einen spanischen Abend veranstaltet. Pablo, unser ESK-Freiwilliger aus Valencia, hat einen Vortrag über die Geografie, die Sprachen, die Geschichte und das aktuelle politische Geschehen dort gehalten...und es gab auch viel Essen! Zwei Tortillas und Patatas Bravas wurden gekocht und haben sehr lecker geschmeckt. Sie waren so schnell aufgegessen, dass wir davon leider keine Fotos machen konnten… Ups! Es gab viele Fragen und wir sind sehr zufrieden mit diesem internationalen Abend.
Am 14. Februar werden wir einen spanischen Abend in unserem Büro veranstalten! Ich, der spanische europäische Freiwillige, werde ein paar Leckereien aus Spanien für euch kochen und einen kleinen Vortrag über spanische Geschichte und Politik im letzten Jahrhundert bis heute halten … Seit dem Bürgerkrieg bis zu aktuellen Ereignissen, mit tortilla de patata und patatas bravas! Wir lieben auch Kartoffeln… wir sind nicht so anders wie die Deutschen, eh?
Salut! Moi, je m’appelle Hunor et j’ai 18 ans. Mit der tollen Unterstützung von PJR Dresden befinde ich mich seit dem 8. September in Saint-Lô in der Normandie und erlebe hier meinen europäischen Freiwilligendienst.
In der ersten Woche war ich bei einer Gastfamilie untergebracht, wo ich eine unglaublich schöne Zeit erleben konnte. Nun lebe ich zusammen in einer Wohnung mit zwei anderen Freiwilligen aus Italien in einem Collège. Meine eine Mitbewohnerin ist im selben Projekt, wie ich - der andere ist erst seit letzter Woche Montag zu uns gekommen und wird sich woanders in Saint-Lô betätigen.
Meine Aufgabe: Zusammen mit der anderen Freiwilligen unterstütze ich den Jugendrat des Manche Départements (le Conseil Départemental des Jeunes de la Manche). Der Jugendrat ist in vier Kommissionen eingeteilt und besteht insgesamt aus 54 Mitgliedern, dessen Großteil Schüler*innen des Collège sind. Sie werden für zwei Jahre gewählt und können innerhalb dieser Zeit in jeder Kommission ein gemeinsames Projekt verwirklichen. Die ersten Treffen der Kommissionen waren mit den erwachsenen Ratsmitgliedern. Die “Conseillers Départementaux” haben einen Teil ihrer Projekte vorgestellt; anschließend haben die Kommissionen der Jugendlichen auch ihre Ideen und Pläne den Erwachsenen präsentiert. Doch unsere eigentliche Aufgabe ist es nun, die Sitzungen der Kommissionen vorzubereiten und zu leiten. Letzte Woche Mittwoch haben wir das erste Mal eine Sitzung selbst durchgeführt, wo wir die Jugendlichen der Kommission “Bien vivre ensemble” empfangen haben. Diese Woche folgte die Kommission nachhaltige Entwicklung, die unter anderem Aufklärungsaktionen im Bereich Probleme der Tierhaltung und des Fleischkonsum in den Collèges vorsieht. Wir haben die Jugendlichen in verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt und sie bei der Entwicklung ihrer Ideen unterstützt. Sind ihre Pläne angefertigt, werden wir helfen, ihre Projekte zu verwirklichen.
Am 17. Oktober fuhren wir außerdem zusammen mit dem Jugendrat nach Paris, wo wir unter anderem den Senat besichtigt haben und auch einen Senator des Manche Départements treffen konnten. Es hat sich angefühlt, wie die Klassenfahrten in der Schule, nur, dass ich diesmal die Aufsichtsperson war. Außerhalb von Saint-Lô hatten wir bereits mehrmals die Möglichkeit, uns mit anderen Freiwilligen aus der Region kennenzulernen. So haben wir auch einen kleinen Freundeskreis mit einigen Freiwilligen aus einer nahegelegenen Stadt aufgebaut und auch mit einer anderen Freiwilligen aus Saint-Lô haben wir uns schon zweimal verabredet. Nächste Woche treffen wir wieder Freiwillige aus der Region in der Stadt Caen. Ich hoffe, wir können neue Freundschaften knüpfen.
Ich freue mich schon auf die nächsten Treffen mit dem Jugendrat und ich möchte so viel Zeit wie möglich mit den Menschen verbringen, die ich hier kennengelernt habe. Und natürlich möchte ich noch viel Französisch reden.
Auch dieses Jahr haben wir wieder mit Förderung von Erasmus+ eine Jugendbegegnung organisieren können. Dieses Mal war ein slowakischer Partner neben unserem ukrainischen Partner mit an Bord. Thema war Jugendbeteiligung. Beim deutschen Begegnungsteil waren wir mit der Videokamera dabei, um euch einen kleinen Eindruck zu vermitteln. Schaut rein!
Im September fand unser diesjähriger deutsch-slowakisch-ukrainischer Jugendaustausch unter dem Thema „Wer, wenn nicht wir? - politische Jugendbeteiligung“ statt. Zunächst trafen sich die Jugendlichen aus allen drei Ländern vom 09.- 16. September in Dresden. Hier näherten sich die Jugendlichen dem Thema zum einen durch Workshops im Bereich Projektmanagement, wo sie lernten, ihr eigenes Projekt verwirklichen zu können, und zum anderen durch verschiedene Exkursionen. So waren wir einen Tag in Berlin zu Besuch im Bundestag und zu einem Gespräch mit der Abgeordneten Natalie Pawlik verabredet, der Beauftragten für für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Außerdem besuchten das Kinder- und Jugendbüro in der Dresdner Neustadt und hatten Gespräche mit Vertreter*innen von Jugendorganisationen von Parteien. Aber auch der interkulturelle Austausch zwischen den Jugendlichen kamen unter anderem bei einem internationalen Abend und einem ukrainischen Abendessen mit traditionell selbst gekochtem Borschtsch nicht zu kurz.
Im zweiten Teil der Internationalen Jugendbegegnung vom 23. - 30. September empfing uns der Karpatendeutsche Verein in Bratislava (Slowakei). Auch hier lernten wir viel zu dem Thema und über die slowakische Kultur und Gastfreundschaft. So besuchten wir die Deutsche Botschaft in Bratislava, waren bei einer Live-Radiosendung im Goethe-Institut und erkundeten das Karpatendeutsche Museum. Außerdem beeindruckte uns Bratislava mit seiner vielseitigen Geschichte, wunderschönen Altstadt und kulinarischen Spezialitäten. Am letzten Tag der Begegnung besuchten wir das nahegelegene Wien und tauchten in die gemeinsame österreichischslowakisch-ukrainische Geschichte ein.
Diese Maßnahme wurde mitfinanziert aus Mitteln von Erasmus+ – Jugend in Aktion.