Rückblick auf ein Jahr EFD beim PJR

Rückblick auf ein Jahr EFD beim PJR

Die (Freiwilligendients)zeit vergeht! Zwölf Monate in Dresden sind vorbei, ein Jahr voller neuer Erfahrungen, Menschen und Erlebnisse. Als ich mein Freiwilligenjahr angefangen hatte, hatte ich als Ziel, mindestens einmal pro Monat einen Beitrag für unseren Blog zu schreiben, von meinem Leben in Dresden zu berichten und neue Informationen mitzuteilen. Leider, oder vielleicht glücklicherweise, gab es soviele Projekte und interessante Veranstaltungen, dass Schreiben für den Blog nicht oben auf meiner Prioritätenliste landete. Schade, da ich das Schreiben liebe!

Jetzt sitze ich am Strand in meiner Heimatregion in Spanien, Galicien. Das Geräusch der Wellen, ein fernes Flüstern. Die Sonne und ihr Kampf mit den Wolken an diesem kühlen Sommertag. Die Menschen, die an meinem Café vorbeilaufen und das Lachen. Ich trinke einen Café con hielo, eine übliche Variante des Kaffees für den Sommer, starker Expresso mit Eiswürfeln. Ich denke darüber nach, wie ich vor einem Jahr Dresden kennengelernt habe und was für einen gemischten Eindruck ich von der Stadt hatte: die sehr grüne Lage und die Natur, die hohen Gebäude, die ruhigen Stadtteile mit unerwarteten Sehenwürdigkeiten (hallo Loschwitz!), die bunte Neustadt… Und die Menschen!

Die ersten Monate

Mein erster Monat in Dresden war schon voller beindruckende Veranstaltungen. Ich habe schon in der ersten Woche ein Ausreiseseminar mitgemacht, einen Tagesworkshop für künftige Freiwillige, die ins Ausland gehen. Für mich war es von Anfang schon klar und schön, dass ich meine Idee in das Team einbringen konnte und dass ich Zeit und Raum hatte, eigene Idee zu entwicklen und umzusetzen. Das war auch der Fall bei der internationalen Begegenung am Ende des Monats, die ich mitbetreut habe. Es ging um bürgerschaftliches Engagement und die Woche haben wir in Leipzig verbracht, wo ich schon ein Jahr gelebt hatte. Und ja, ich werde ziemlich regelmäßig gefragt, ob ich Dresden oder Leipzig am liebsten mag, aber man muss keine Entscheidung treffen und darf mehr als eine Liebe haben.

Während dern Herbst- und Wintermonate ging es weiter mit der Organisation und Durchführung von Bildungsveranstaltungen und die ersten Schritte zur Gestaltung einer neuen internationalen Begegnung wurden getan. Für mich bedeutete diese Zeit die Gelegenheit, mich in der Schule bei unterschiedlichen Projekttagen auszuprobieren, wie zum Beispiel bein Klassenrat oder zum Thema Social Media. Es waren Bildungsformate, die schon feststanden und es war sehr interessant für mich, neue Methode kennenzulernen, besonders beim Klassenrat. Lernen durch machen ist etwas, dass mir sehr gefällt, und das ist die Philosophie hinter einem Freiwilligendientsjahr oder EFD / ESK.

Lern- und Lehrdienst EFD

Außerdem habe ich weitere interessante Erlebnissen in diesem Monaten gesammelt. Ein Schulaustausch fand statt mit Schüler*innen aus Israel und Deutschland. Das war ziemlich neu für mich, da ich nicht so oft mit Schüler*innen in einem internationalen Kontext gearbeitet hatte. Es war aber eine perfekte Situation, um Methoden auf Englisch anzuwenden und ein bisschen Hebräisch zu lernen. Verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich auch mit Hilfe meiner Organisation besucht und ich bin unglaublich dankbar dafür. Es ging um Rassismus und Mehrfachdiskriminierung, Rechtextremismus, Feminismus und Trans*feminismus, Menschenrechtsbildung und konkrete Methoden der MRB, usw. Es waren Veranstaltungen, die meinen Horizont auf jeden Fall erweitert haben und die mir neue Kentnisse und Fähigkeiten beigebracht haben.

Herbst und Winter in Deutschland waren auch eine interessante Zeit für mich persönlich. Ich habe viele interessante Orte in Dresden entdeckt, mit meinem Lieblingssport weitergemacht, bei anderen Organisationen ehrenahmtlich mitgemacht und die nicht so vielen Lichtstunden irgendwie akzeptiert. Ich bin auch ein bisschen gereist. Ich habe eine Freundin in Rom besucht und das war ein schönes Wochenende mit viel Laufen, leckerem Essen und Acroyoga im Park. Breslau, Prag, Posen, Berlin, Leipzig… Das waren auch Zielorte für mich, da ich dort Menschen besucht habe. Ich muss trotzdem sagen, dass die Wochenende, die ich in Dresden geblieben bin, jeweils auch wie kleine Reisen waren: jedes Mal ein neuer Stadtteil, ein neues Cafe, ein neues Kino. Eine Stadt mit neugierigen Augen zu entdecken, was für ein Abenteuer!

Fortsetzung folgt…

Der Europäische Freiwilligendienst wird durch Mittel von Erasmus+ finanziert.

Dänischstunde

In unserem dritten Podcast wird eine neue Stimme präsentiert. Es handelt sich um den neuen Freiwilligen des PJRs, Kristian, der aus Dänemark kommt. Wir reden ein bisschen über Gott und die Welt. Außerdem kannst du in diesem Abschnitt dich selbst herausfordern und eine neue Sprache lernen - wir halten nämlich Dänischstunde. Spannend? Dann hört rein!

Die erste Zeit in Dresden

Die erste Zeit in Dresden

Mein Kollege Carl und ich beim U18-Wahllokal im Plauener Bahnhof

Hallo! Ich heiße Kristian, ich komme aus Dänemark und ich bin der neue ESK-Freiwillige beim PJR. Das nächste Jahr soll ich für den PJR arbeiten, das heißt, ich werde auch Blog-Einträge schreiben, und hier kommt der erste.

Nach einer 10-stündigen Zugfahrt landete ich am 1. August am Bahnhof Neustadt und zog danach in meinem WG-Zimmer ein. Die WG ist toll, und freundliche Leute wohnen da! Schon der nächste Tag, Freitag, wurde mein erster Arbeitstag. Er verlief gut. Erst gab es ein bisschen Einführung und Papierarbeiten, wobei ich die ersten Dokumente bekam - die Arbeit hat schon angefangen. Am Anfang wird es vor allem um Überlegungen zu Lernzielen und um eine Einführung in verschiedene Projekte gehen.

Nach dem Mittagsessen betreuten wir eine U18-Wahl-Kabine. Einige trotzten der entspannten Sommerurlaub-Stimmung und kamen um ihre demokratische „Pflicht“ auszuüben 🙂 – nach einem Wahl-O-Mat konnten sie ihre Stimme abgeben.

Als ich heute diesen Blog-Eintrag schreibe, habe ich gerade an einer Sitzung teilgenommen, bei der es um eine Jugendbegegnung zwischen deutsche und russische Jugendliche ging. Eigentlich habe ich nur zugehört – die Sprache ist immer noch eine Barriere, aber hoffentlich nicht bleibend. Ich freue mich darauf, noch mehrere deutsche Ausdrücke zu lernen.

Bis später,

Kristian

 

Der Europäische Freiwilligendienst wird durch Mittel von Erasmus+ finanziert.

„Machen statt meckern“ - das FSJ Politik in Sachsen vorgestellt

„Machen statt meckern“ - mit diesem Slogan wirbt die Sächsische Jugendstiftung in Dresden für ein Projekt, welches 2004 deutschlandweit erstmals in Sachsen startete: Das Freiwillige Soziale Jahr Politik. Der Freistaat gibt jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren die Möglichkeit, sich mit einem freiwilligen Jahr politisch in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen zu engagieren und weiterzubilden.

Das Spektrum der Einsatzstellen ist dabei sehr vielfältig. In über 30 Institutionen, vom Politischen Jugendring in Dresden, über die Konrad-Adenauer-Stiftung bis hin zur Hillerschen Villa in Zittau oder den verschiedensten Stadtverwaltungen, können die FSJ-ler ihre ganz eigenen Erfahrungen sammeln.

Hier findet ihr den Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=GrKOsHCHpo0