Ya Lins Rückblick auf den Trainingskurs „The Human Toolbox“

Ya Lins Rückblick auf den Trainingskurs „The Human Toolbox“

Ich hatte die große Ehre, vom 23. bis 30. September 2026 an dem Training Course „The Human
Toolbox“ teilzunehmen, der von Bloom – Associação Sócio Cultural organisiert und durch Erasmus+
gefördert wurde. Im Mittelpunkt stand das Thema Self-Development.

Zunächst möchte ich mich kurz vorstellen: Hi, ich bin Ya Lin Yi, 22 Jahre alt und studiere
Informationsdesign in Stuttgart. Ich liebe das Reisen von ganzem Herzen, und dank dieses Erasmus+
Training Courses hat es mich dieses Jahr nach Portugal verschlagen, genauer gesagt nach Lousã.
Doch nun zum Programm: Insgesamt nahmen 22 Personen teil, und fast alle Altersgruppen waren
vertreten. Die Jüngste war 18, die Ältesten Mitte 40. Gerade diese Vielfalt führte zu besonders
spannenden Gruppen. Unter uns waren Studierende, Lehrkräfte und Künstler*innen, jede und jeder
mit eigener Kultur, eigenen Träumen und einer eigenen Geschichte. Und doch waren wir alle aus
demselben Grund gekommen: um uns selbst und einander besser kennenzulernen. Genau diese
Mischung machte die Woche so wertvoll.

Dafür haben wir verschiedene Übungen gemacht, von körperlichen Aktivitäten bis hin zur
Auseinandersetzung mit unseren „Labels“, „Milestones“, „Boundaries“ und unserem „Inner Critic“. Um
ehrlich zu sein, war das eine emotionale Achterbahnfahrt, aber eine, die sich gelohnt hat, denn ich
habe viel über mich selbst gelernt. Außerdem durften wir eigene kleine Projekte und Kurse umsetzen,
von Meditation über Fotografie bis hin zu Theater. So hatten wir eine lehrreiche Bandbreite.
Das Beste an der ganzen Woche waren jedoch die Menschen. Ich habe unglaublich viel von ihnen
gelernt. Abends haben wir oft zusammen gesungen, getanzt und die Natur genossen. Ich bin sehr
dankbar, diese Erfahrung gemacht haben zu dürfen, und kann sie jedem nur weiterempfehlen.

Ein sportliches ESK

Ein sportliches ESK

Olá,

Ich mache jetzt schon seit fast 9 Monaten meinen ESK Freiwilligendienst in Figueira da Foz in Portugal. Figueira ist eine kleine Küstenstadt etwa mittig in Portugal gelegen und ist durch Fernbusse und Züge sehr gut an quasi alle großen Städte in Portugal angebunden. Ich arbeite hier bei einem Ruder- und Kajakverein. Meine Aufgaben bestehen hauptsächlich darin die Trainer beim Training mit den Kindern im Alter von 7 bis 17 Jahren zu unterstützen und bei Wettkämpfen zu helfen. Zusätzlich dazu gibt es zweimal in der Woche ein Projekt mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen, die gemeinsam mit uns Freiwilligen und einem Coach ebenfalls Rudern und Kajakfahren lernen und andere sportliche und Gruppenaktivitäten machen. Besonders gut gefällt mir das unser Club sehr international sind, sowohl Coaches als auch Athleten kommen nicht nur aus Portugal sondern auch aus Brasilien, Kuba, Belarus, Ukraine, Russland, der Niederlande, Südafrika oder Argentinien, sodass man ständig im Austausch mit ganz vielen Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt ist. Das gilt natürlich auch für meine Mitfreiwilligen aus Frankreich und Spanien mit denen ich mich super verstehe. Zudem herrscht allgemein eine sehr offene Atmosphäre, sowohl bei den Eltern als auch bei Trainern und Athleten. Auch habe ich hier die Chance einen Einblick in das Leben von Leistungssportlern zu bekommen und auch Europameister und Olympioniken kennenzulernen.

Für die Arbeit mit Kindern ist natürlich auch die Sprache sehr wichtig, dadurch ist man jedoch auch gezwungen zu sprechen und verbessert sich schnell. Zusätzlich besuche ich auch mit anderen Freiwilligen aus Deutschland, die hier im Kindergarten arbeiten, einen Sprachkurs, in dem ich mein doch recht spezielles Vokabular von Arbeit alltagstauglich erweitern kann (außer auf Arbeit muss ich doch recht selten die Kajaktechnik von jemandem korrigieren:))

Im Winter haben wir auch deutlich gemerkt das es selbst im Süden nicht immer warm ist, besonders da die Häuser quasi nicht isoliert sind und es auch keine Heizungen gibt. Zudem wurde Portugal im Januar und Februar ziemlich hart von Stürmen und Überschwemmungen getroffen, bei uns in der Stadt sind sogar ein Riesenrad und ein Kran umgefallen.

Jetzt ist aber quasi schon Sommer und ich freue mich auf die verbleibenden 3 Monate in Figueira.

Bejiinhos aus Portugal.

Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.

ESK in Dresden

ESK in Dresden

Mein Jahr in Deutschland:

Anfang September begann ich hier in Dresden zu arbeiten und fühlte mich im Büro sofort wohl. Was die Arbeit mit den Jugendlichen in den Klassen betrifft, dauerte es jedoch eine Weile, bis ich mich zu 100 % bereit fühlte.

In diesem Zusammenhang hat mir das Büro einen Deutschkurs organisiert, der von Anfang an sehr hilfreich war, auch weil ich im März im Rahmen des Workshops zum Thema Rassismus eine Recherche über den Kolonialismus präsentieren musste, die wir anschließend in verschiedenen Schulen vorgestellt haben.

Während dieses Jahres nahm ich an zwei Seminaren teil: das erste in Weimar und das zweite in Bremen. Beide waren wunderschöne Erfahrungen, an die ich mich auch in Zukunft erinnern werde, vor allem weil ich viele neue Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen konnte und dadurch auch mein Englischniveau auf einem guten Stand halten konnte.

Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen herzlich dafür, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, hier in Dresden zu arbeiten.

Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.

Selmas ESK in Polen

Selmas ESK in Polen

Mein Freiwilligenjahr in Polen

Hey, mein Name ist Selma. Ich bin 21 Jahre alt und mache Gerade mit dem Europäischen Solidaritätskorps einen 9-monatigen Freiwilligendienst in Opole, Polen. Ich komme aus Berlin und habe im Sommer 2025 die Schule dort abgeschlossen. Danach war für mich klar, ich möchte nicht direkt studieren, sondern ein Jahr Pause von dem ganzen Lernen haben. Dabei bot sich ein Freiwilligendienst gut an. Ich habe die Möglichkeit in ein fremdes Land zu reisen, neue Menschen kennenzulernen sowie Neues zu lernen und gleichzeitig bereichert mein Einsatz die Communities hier in der Umgebung.

Meine Hauptaufgabe hier ist die Schüler verschiedener Schulen näher an die englische Sprache zu führen. Dies machen wir in der Form von interaktiven Workshops, welche von mir auf Englisch geleitet werden. Falls es Kommunikationsprobleme geben sollte, ist meine Koordinatorin vor Ort, welche dann auf Polnisch mit den Schülern spricht. Diese Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da zum einen das Alter der Schüler stark variiert (7-20 Jahre), das Englischlevel der Schüler immer unterschiedlich ist und auch ihr Engagement am Unterricht sich stark unterscheidet. 90% der Zeit macht mir diese Arbeit sehr viel Spaß. Es ist sehr interessant sich mit den Schülern über unsere unterschiedlichen Kulturen auszutauschen und ich lerne immer etwas Neues dazu. Das viele Sprechen vor großen Gruppen hat mir auch dabei geholfen freier und unbeschwerter zu sprechen sowie mir die Angst davor genommen auf fremde Menschen zuzugehen. Obwohl diese Workshops meine Hauptaufgabe sind, gibt es bei meinem Freiwilligendienst keinen typischen Tag. Jede Woche ist neu strukturiert und wir helfen bei vielen verschiedenen Aktivitäten mit. Andere Aktivitäten sind z.B. Workshops in unserem lokalen Jugendclub, Büroarbeiten oder Unterstützung bei großen Events der Universität Opole oder unserer NGO, sowie die Unterstützung des Bundes deutscher Minderheiten welcher hier im Opole ein Büro hat.

Mir gefällt es extrem gut, dass meine Arbeit so divers ist und nicht jeder Tag exakt gleich aussieht. Ich brauche diese Abwechslung bezüglich meiner Aufgaben aber auch bezüglich meiner Arbeitsstunden, ein fester 9 to 5 würde mir persönlich weniger gut gefallen. Als ich im November in Polen angekommen bin, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Ich wurde mit vielen Dingen auf einmal konfrontiert. Neue Sprache, neue Menschen und ein komplett anderer Alltag. Jetzt 6 Monate später fühlt sich das meiste schon sehr vertraut an. Ich habe Freunde gefunden, gehe zum Polnischunterricht, habe mich an meinen Job gewöhnt, finde umher in Opole und bin viel innerhalb Polens gereist.

Dieses FSJ hat mich persönlich mehr geprägt als ich erwartet hätte. Ich habe gelernt mit mir alleine umzugehen, meine Unsicherheiten zu bewältigen und offener auf neue Menschen und Situationen zuzugehen. Ich bin gespannt was ich in den letzten 3 Monaten noch erleben werde. Wenn ich allerdings gerade auf die letzten Monate zurückblicke, bin ich vor allem dankbar. Für die Erfahrung, meine neuen Freunde, die Achterbahn der Gefühle, welche ich in meinem ersten Monat erlebt habe und auch die Herausforderungen. Ein ESK ist definitiv nicht immer einfach und es gibt Zeiten, in welchen das Fremde und Neue sehr überfordernd wirken kann, aber genau das macht es auch so wertvoll.

Dieses Projekt wird durch das Europäische Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert.

Diverse Memories – Shared Future Jugendaustausch 2026 | Deutschland – Frankreich – Ukraine

Diverse Memories – Shared Future Jugendaustausch 2026 | Deutschland – Frankreich – Ukraine

Diverse Memories – Shared Future
Jugendaustausch 2026 | Deutschland – Frankreich – Ukraine

**english version below**

Du bist zwischen 16 und 25 Jahre alt und kommst aus Deutschland, Frankreich oder der Ukraine?
Du willst dich mit anderen jungen Menschen darüber austauschen, wie unterschiedliche Länder an Geschichte erinnern – und welche Bedeutung das für unsere gemeinsame Zukunft hat?

Dann werde Teil einer internationalen Gruppe von 24 jungen Menschen und nimm an zwei Jugendbegegnungen in Europa teil.

Worum geht es?

In dem Projekt „Diverse Memories – Shared Future“ setzen wir uns mit Erinnerungskultur auseinander:

  • Wie wird Geschichte in verschiedenen Ländern erzählt?
  • Welche Ereignisse stehen im Mittelpunkt – und warum?
  • Wie prägt Erinnerung unsere Gegenwart und unser Zusammenleben in Europa?
  • Welche Perspektiven bringst du selbst ein?

Gemeinsam diskutieren wir, besuchen historische Orte, arbeiten kreativ und entwickeln eigene Ideen für eine vielfältige europäische Erinnerungskultur.

Austauschtermine 2026

  • Straßburg/Stuttgart: 12.–20. Juli 2026
  • Dresden: 21.–27. Oktober 2026

Die Teilnahme umfasst alle zwei Begegnungen.

Teilnahmebeitrag

Der Teilnahmebeitrag beträgt 60 € (30 € pro Begegnung).
Darin enthalten sind Reise-, Unterkunfts-, Verpflegungs- und Versicherungskosten.
Falls nötig, kann der Beitrag ganz oder teilweise übernommen werden.

Interesse?

Dann melde dich per E-Mail unter:
mail@pjr-dresden.de

Wir freuen uns auf motivierte junge Menschen, die Lust haben, sich einzubringen, Perspektiven zu teilen und Europa aktiv mitzugestalten.

**english version**

Are you between 16 and 25 years old and from Germany, France, or Ukraine?
Would you like to explore how different countries remember history – and what this means for our shared future?

Join a group of 24 young people from across Europe and take part in two international youth exchanges in 2026.

What is the project about?

“Diverse Memories – Shared Future” focuses on remembrance culture and collective memory. Together, we will explore questions such as:

  • How is history remembered and taught in different countries?
  • Which events are highlighted – and why?
  • How does remembrance shape our societies today?
  • What perspectives and experiences do you bring?

Through discussions, creative workshops, visits to historical sites, and intercultural exchange, we will reflect on diverse memories and develop ideas for a shared European future.

Exchange Dates 2026

  • Strasbourg/Stuttgart: 12–20 July 2026
  • Dresden: 21–27 October 2026

Participation includes all two exchanges.

Participation Fee

The participation fee is 60 € (30 € per exchange).
This covers travel, accommodation, meals, and insurance.
If needed, the fee can be partially or fully waived.

Interested?

Send an email to:
mail@pjr-dresden.de 

We are looking forward to motivated young people who want to share their perspectives, learn from others, and actively shape a common European future.